Schön ist es, wenn man im Kurs zusammensitzt und sich gegenseitig inspiriert und gemeinsam lernt. Aber nicht nur wegen der Pandemie können wir manchmal kaum die richtige Voraussetzung zum Kalligrafieren finden. Du weißt aber, dass Übung wichtig ist. Deshalb habe ich hier einige Ideen zusammengetragen, um Kalligrafie in Deinen Alltag einzubauen.

Tipp 1: Use what you have

In einer Kalligrafiezeitschrift las ich von einem Kalligrafen, der auf jeden Briefumschlag, der bei ihm ankommt, ein paar Buchstaben schreibt. Das ist sein Übungspapier. Die Briefumschläge wirft er danach weg, aber er hat geschrieben. Das ist eine tolle Idee, denn die meisten Umschläge, die wir im Briefkasten finden, sind nicht wirklich schön. Lasst sie uns also zum schnellen Schreiben nutzen – ohne vorher Farben anzurühren, nach der passenden Kombination von Papier und Tinte oder gar einem Layout zu suchen. Dazu gibt es zahlreiche Werkzeuge: Pinselstifte, Fineliner, Füller, Glasfeder – selbst der gute alte Bleistift eignet sich hervorragend dazu, Buchstabenformen zu kreieren oder einfach mal ein bisschen zu kritzeln.

 

Kalligrafie üben

Tipp 2: Kalligrafie-Einkaufszettel

Eine Kursteilnehmerin berichtete mir mal davon, dass ihr mein Sütterlinkurs so gut gefallen habe, dass sie jetzt einfach alle Einkaufszettel in Sütterlin schreibt. Super! Warum nicht einfach mal den Einkaufszettel schön gestalten? Ich persönlich finde Einkaufen nicht wirklich toll, aber mit einem hübschen Zettel macht es gleich mehr Spaß 😊

Sütterlinbild

Tipp 3: Dankbarkeits Tagebuch

Es gibt sie schon vorgedruckt, aber Du kannst Dir auch sehr einfach ein eigenes anlegen – ein Tagebuch, in dem Du in kurzer Zeit (5 Minuten?) festhältst, was Positives in Deinem Alltag passiert ist. Zum Beispiel: Was ist mir gut gelungen? Wofür bin ich heute dankbar? Was war bemerkenswert? Mit wem hatte ich heute eine schöne (kleine) Begegnung? etc. Dies kann man wunderbar mit kalligrafischen Spielereien und Übungen verbinden. Dabei ist der Übergang zwischen Zeichnen, Lettering und Kalligrafie fließend. Außerdem wirst Du bald merken, wie positiv sich diese Gedanken auf Deinen Alltag auswirken.

Kleiner Tipp: je schöner das Buch ist, desto lieber wirst Du es zur Hand nehmen.

Buchbinden DIN A6

Tipp 4: Schreib doch mal wieder einen Brief

Ich liebe es, meine ausgehende Briefpost ausgefallen zu adressieren. Leider werden heutzutage dank Digitalisierung nicht mehr so viele Briefe geschrieben. Warum nicht das Briefeschreiben neu entdecken und etablieren? Welch eine Freude, selbst zu schreiben und kalligrafische Post zwischen all den Rechnungen im Briefkasten zu finden. Außerdem habe ich schon oft gehört, dass sich der entsprechende Postzusteller auch freut, wenn er/sie schöne Umschläge sieht. Du kannst also gleich doppelt Freude versenden 😊 und man kann ja sogar seine eigenen Briefmarken kreieren. [werbung – unbezahlt, unbeauftragt]

Copperplate

Tipp 5: Mach bei einer Kalligrafie Challenge mit

Auf Social Media findest Du regelmäßig verschiedene Challenges.  Da finden sich auf Instagram Mottos für jeden Tag, an denen man teilnehmen und seine Werke veröffentlichen kann. Das Schöne dabei ist nicht nur die “Verpflichtung”, sich jeden Tag hinzusetzen, sondern auch sich mit anderen zu vernetzen und dann eben doch wieder die Inspiration zu bekommen, die man sonst „nur“ im Live Kurs findet.

Im Mai startet auf meinem Instagram Account übrigens wieder die #inmaysketchbook Challenge, also merk Dir das doch schon mal im Kalender vor 😉.