Ein Skizzenbuch führen, um Kalligraphie zu lernen?

Wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass ich mein Skizzenbuch liebe. Seit einigen Jahren führe ich mehrere – eigentlich habe ich in jeder Handtasche eins von diesen. Aber am meisten arbeite ich in denen, die auf meinem Werktisch liegen. Was mache ich damit?

Ich übe darin. Natürlich habe ich auch ganz schnöde Übungsblätter, auf denen ich Kalligraphie lerne und aus denen ich dann meist doch noch etwas mache, wie du hier sehen kannst.

Schachtel mit Kalligrafie

Aber ich übe auch oft in Sketchbüchern bzw. binde nachher meine Übungsblätter mit ganz einfacher Fadenbindung zusammen, um meinen Fortschritt zu dokumentieren. Wenn Du sehen möchtest, wie das geht, abonniere doch meinen Newsletter, darin gebe ich in Kürze eine kleine Anleitung für dieses Skizzenbuch mit japanischer Bindung.

Skizzenbuch mit japanischer Bindung

Ich probiere einfach mal etwas aus. Manchmal habe ich eine Idee, die ich einfach mal ausprobieren möchte. Um dann nicht gleich vor einem großen weißen leeren Blatt zu sitzen, nehme ich mein Skizzenbuch im kleinen Format zur Hand. Ich kann darauf testen, wie sich z.B. Tinte über Aquarellfarbe verhält oder wie unterschiedliche Mal- oder Schreibtechniken funktionieren.

Kalligrafie lernen im Sketchbook

Ich komme damit in einen kreativen Fluss. Kennst Du das: man möchte etwas machen, weiß aber gar nicht was. Manchmal ist das auch gar nicht wichtig. In solchen Situationen nehme ich mir einfach 2-3 Materialien (also Stifte, Federn, Farbe) und probiere diese in einer einfachen Kombination aus. Das bringt mich schnell in einen kreativen Fluss und stimmt mich für eine spätere Arbeit ein.

Ich nutze es als Ausgleich zu strengem Üben. Wenn ich eine neue Schriftart lerne oder auch „vergessene“ wieder einübe, ist das oft sehr anstrengend, weil es viel Konzentration erfordert. Dann brauche ich nach einer gewissen Zeit einen Ausgleich und nehme mein Skizzenbuch heraus, um frei zu „spielen“. Anschließend bin ich dann wieder frisch, um mit Kalligraphie weiter zu machen.

Kalligrafie lernen - kreativer Ausgleich

Kein Druck – keine Erwartungen. Das ist für mich der schönste Grund, ein Skizzenbuch zu führen. Ich gehe ganz gelassen dran. Es ist kein teures Papier, das ich versauen könnte, kein Auftrag, der gut werden muss, es ist einfach eine Spielwiese für mich und wenn ich das Gefühl habe, es ist gar nicht gut geworden, wird es auch niemand je zu Gesicht bekommen.

Aus all diesen Gründen ermutige ich dich, ein Skizzenbuch zu führen. Wenn du auf Instagram bist, tagge mich (@werktisch.waldkirch) gern in deinen Beiträge dazu. Am 18. Mai starte ich eine kleine Challenge zum Thema Sketchbook. Ich würde mich freuen, wenn du dabei wärst. Näheres erfährst du auf meinem Instagram Account und natürlich auch im Newsletter.

Kreative Grüße

Dörthe