Vergoldung und Gold fasziniert die Menschen seit Jahrtausenden. Bereits in der Antike haben Künstler Statuen und Innenräume von Gebäuden vergoldet, was Funde in Ägypten und Überlieferungen aus Griechenland beweisen. Seither zieht sich die Technik durch sämtliche Kunstepochen und wurde auf nahezu allen Oberflächen angewandt. Es entwickelte sich im Laufe der Zeit sogar das Berufsfeld des Vergolders, der sich auf dieses Handwerk spezialisiert hat.

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Vergolden

Beim Vergolden überzieht man eine Oberfläche, z.B. aus Holz, Metall oder Stein, mit einer Schicht aus Gold oder einer goldfarbenen Legierung. Oft geschieht das, um den Eindruck zu erwecken, der Gegenstand oder die Fläche bestünde aus reinem Gold. Beispiele sind Bilderrahmen, Statuen, Monumente oder Kirchturmkugeln. Der Grund für eine Vergoldung liegt aber gar nicht unbedingt nur am hohen Preis des Goldes, sondern auch darin, dass das Edelmetall eine verhältnismäßig geringe Festigkeit hat. In jedem Fall geht es aber bei einer Vergoldung darum, den Gegenstand oder die Oberfläche zu verzieren und so besonders hochwertig aussehen zu lassen.

Es gibt verschiedene Methoden des Vergoldens

Die Polimentvergoldung

Die wahrscheinlich älteste Methode des Vergoldens ist die Polimentvergoldung. Sie eignet sich nur für die Anwendung im Innenbereich, weil das verwendete Material nicht ausreichend resistent gegen Feuchtigkeit ist. Der häufigste Verwendungszweck ist die Vergoldung von Bilderrahmen, Wandverkleidungen in Schlössern und Palästen sowie an Altären und Figuren in Kirchen. Die Basis bei der Polimentvergoldung ist ein Erdpigment namens Bolus in Verbindung mit Naturleim, an dem die Goldauflage sehr gut haftet. Die Polimentvergoldung ist die edelste, aber auch handwerklich anspruchsvollste aller Blattvergoldungen. Nach dem Aufbringen des Goldes kann man es mit Hilfe eines Achats auf Hochglanz polieren.

Red Bolus

Die Ölvergoldung

Ebenfalls sehr verbreitet ist die Ölvergoldung, bei der – wie der Name schon sagt – ein Vergolder Öl als Bindemittel für das Gold einsetzt. Da Öl nicht wasserlöslich ist, kann man es als Anlegemittel auch für Vergoldungen im Außenbereich einsetzen. Allerdings kann man  die mit Öl gebundene Goldoberfläche nicht mit dem Achatpolierstein polieren, weshalb sie nur zur Herstellung von Mattgold eingesetzt wird. Das Anlegeöl, das man für die Vergoldungsmethode verwendet, nennt sich Mixtion.

Die Instacoll Vergoldung

In den 1970iger Jahren wurde dieses Anlegemittel auf Acrylbasis entwickelt und ist heute ein viel verwendetes Klebemittel für Vergoldungen im Außen- sowie Innenbereich. Der Glanzgrad kommt an die Polimentvergoldung heran. Die Handhabung ist aber wesentlich einfacher. Es sind Instacoll Produkte für die Hochglanzvergoldung und für eine Mattvergoldung erhältlich. Vergoldet werden kann auf Kupfer, Messing, Eisen, Stein, Holz, Gips, Styropor, Kunststoffe und natürlich auf Papier.

Kalligrafie vergolden

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